Technologietransfer

Das traditionelle Verständnis von Technologietransfer beruht darauf, dass eine Technologie von einem Anbieter zu einem Nachfrager transportiert wird. Man geht dabei davon aus, dass Forscher als Anbieter von Forschungsergebnissen, diese an Unternehmen als Technologienachfrager weitergegeben, um dort einen Nutzen zu stiften.

Der Begriff Technologietransfer wurde in sehr frühen Studien vor allem für den Export von Technologie in Entwicklungsländer verwendet. Auch das heute noch oft anzutreffende  klassische Verständnis von Technologietransfer beruht auf einem linearen Transfermodell. Unter der Annahme, dass die Wissenschaft (Technologieanbieter) Grundlagenforschungsergebnisse produziert, die lediglich an die Industrie (Technologienachfrager) weitergegeben (transferiert) werden müssen, sollen daraus bei den Unternehmen letztlich marktfähige Innovationen entstehen. Der Transfer von Technologie wird so zu einem eindimensionalen Wissens- oder Leistungsaustausch von der Wissenschaft zur Wirtschaft.

Als entscheidende Barriere in diesem Modell wurden unterschiedliche Informationsstände bei Wissenschaft und Wirtschaft identifiziert. Die Antwort sowohl der Wissenschaft als auch der Politik auf dieses Problem liegt in der Errichtung einer Reihe von Transfereinrichtungen (Transfermittler), die diesen einseitigen Technologietransfer in Gang bringen bzw. beschleunigen sollen. Die Wirksamkeit dieser Einrichtungen, den Innovationsprozess in Gang zu bringen bzw. zu beschleunigen, ist nach wie vor Gegenstand von Diskussionen.