glossar

Fachbegriffe rund um Technologie- und Wissenstransfer kurz erklärt.
a b c d e f g h i j k l m n o p q r s t u v w x y z
Begriffsuche: 
 
Tacit Knowledge

Siehe Implizites Wissen.

Tandem Lernen

Unter Tandem Lernen versteht man ein Lernpartnerschaft aus zwei Lernenden (vgl.Kollaboratives Lernen), die sich als Team sehen, Informationen austauschen und voneinander lernen.

Teamarbeit

Eine zu einem bestimmten Zweck zusammengesetzte Gruppe von MitarbeiterInnen in einem Unternehmen wird als Team bezeichnet. Das Arbeiten im Team hat sich als bewährte Methode zur Lösung komplexer Problemstellungen im Unternehmen etabliert. Solche Teams sind der häufigste Entstehungsort kollektiven Wissens in modernen Organisationen. Gemeinsam werden neue Erkenntnisse für das gesamte Unternehmen gewonnen und gleichzeitig individuelle Fähigkeiten der Teammitglieder ausgebaut.

Teamentwicklung

Unter Teamentwicklung wird das Zusammenwachsen unterschiedlicher Personen einer Gruppe zu einem arbeitsfähigen Team verstanden. Der zentrale Ansatzpunkt dabei ist die Interaktion, Kommunikation und Kooperation zwischen den Gruppenmitgliedern. Konkrete Ziele von Teamentwicklung können die Entwicklung von Gruppenzielen oder die Entwicklung von gegenseitigem Vertrauen mit dem Ziel sein, in einer weiteren Phase produktiv an den an das Team gestellten Aufgaben arbeiten zu können.

Technik

Technik als materialisierte Technologie liegt in Form von Produkten oder Prozessen (Verfahren) vor und ist auf die Lösung bestimmter Anwendungsprobleme gerichtet.

Technolgieanbieter

Technologieanbieter sind die öffentlichen Forschungseinrichtungen und Universitäten, teilgeförderte öffentliche Forschungseinrichtungen, private (meist gemeinnützige) Forschungseinrichtungen sowie die Wirtschaft. Die Aktivitäten dieser werden maßgeblich von den Erfordernissen der Wissenschafts- und Technologieentwicklung, den Anforderungen der Technologieanwender (Markterfordernissen) sowie den Erkenntnissen und Erfahrungen aus früheren Transferprojekten beeinflusst.

Technologie

Technologie umfasst die Gesamtheit des naturwissenschaftlichen oder ingenieurtechnischen Wissens zur Lösung von Problemen. Technologie kann in Form von Produkt– und Prozesstechnologien zur Anwendung kommen und als Bindeglied zwischen Theorie und Praxis betrachtet werden. Technologien sind keine eigenständigen Produkte oder Herstellungsverfahren, sondern das zur Lösung von Aufgaben- oder Problemstellungen benötigte technologische Wissen.

Technologieabsorption

Die Fähigkeit zur Technologieabsorption bestimmt sich hauptsächlich durch die Fähigkeit einer Organisation, externes Wissen zu identifizieren, aufzunehmen und zu verwerten. Die Absorptionsfähigkeit einer Organisation hängt zum einen von der Absorptionsfähigkeit der ihrer einzelnen Mitglieder ab, zum anderen von den organisatorische Strukturen und Prozessen, die zur Identifizierung, Aufnahme und Nutzung externen Wissens angewandt werden.

Technologienachfrager

Technologienachfrager sind existierende Unternehmen, die die Technologien in neuen Produkten/ Verfahren in bereits bestehenden oder neuen Geschäftsfeldern kommerziell verwerten aber auch neue Unternehmen, die explizit zur Verwertung von Technologien gegründet werden.

Technologietransfer

Beim Technologietransfer wird eine abgeschlossene Technologieentwicklung eines Technologieanbieters durch einen Transfer, wie z.B. Lizenzierung oder Lieferung an einen Technologienachfrager übertragen, der die technologische Entwicklung für eine Innovation anwendet und/oder implementiert.

Technologietransfer-Mittlerorganisation

Die Transfermittlerorganisationen können in drei Grundtypen unterschieden werden:

„Forschungsnahe“ Transfereinrichtungen im Bereich der Wissenschaft, wie z.B. Transferstellen an den Universitäten, Hochschulen und außeruniversitären Forschungseinrichtungen.

„Wirtschaftsnahe“ Einrichtungen mit Transferaufgaben, wie z. B. Industrie- und Handelskammern und Industrieverbände.

Eigenständige, intermediäre Transfereinrichtungen, die zwischen den Anbietern und Nachfragern von Technologien angesiedelt sind. Dazu zählen insbesondere: Technologie- und Gründerzentren, Transferagenturen und Informationszentren.

Technologietransferinstrumente

Technologietransferinstrumente sind die Instrumente und Kanäle über die das Transferobjekt zwischen zwei oder mehreren Transferpartnern übertragen wird. Die Wahl des Transferinstruments bestimmt die Intensität der Zusammenarbeit und damit auch die Abhängigkeit der Partner im Transfer voneinander. Beispiele für Transferinstrumente sind Patente/Lizenzen, Diplomarbeiten, Dissertationen, Autragsforschung etc.

Technologischer Lernkontext

Unter dem technologischen Lernkontext sind die in einem Lernangebot verwendeten Vermittlungstechnologien, insbesondere im Umfeld der Neuen Medien zu verstehen. Zum anderen sind auch die technischen Rahmenbedingungen, die die Verwendung bestimmter Technologien und Medien in einem bestimmten Lernangebot ermöglichen bzw. behindern in Zusammenhang mit dem technologischen Lernkontext mit zu berücksichtigen. Neben dem technologischen Lernkontext sind der individuelle, der pädagogische und der anwendungsorientierte Lernkontext bestimmende Faktoren bei der Entwicklung und Durchführung von Lernangeboten.

Telekooperation

Unter Telekooperation (vgl. virtuelle Teams) wird eine Form der Zusammenarbeit verstanden, bei der räumlich von einander getrennte Personen mit Hilfe moderner Telekommunikationstechnologien über Telefon- oder Datennetze gemeinsam an einem Projekt arbeiten.

Telelearning

Der (mittlerweile antiquiert wirkende) Begriff Telelearning wird oft Synonym mit dem Begriff eLearning verwendet. Telelearning ist der begriffliche Vorgänger des eLearning und bezeichnet ganz allgemein das Lernen unter der Verwendung von Telekommunikationstechniken.

Teleteaching

Unter Teleteaching versteht man das Lehren auf Distanz. Der Grad der TrainerIn-LernerIn-Interaktion kann dabei von sehr intensiv bis zu sporadisch variieren. Teleteaching kann sowohl synchron (z.B. mittels Videokonferenz) oder asynchron (z.B. mittels eines aufgezeichneten Vortrags, der bei Bedarf abgerufen werden kann) realisiert werden.

Teletutoring

Unter Teletutoring versteht man das persönliche Betreuen von Lernenden in eLearning bzw. bLearning Szenarien durch sog. TeletutorInnen. Das zentrale Element beim Teletutoring ist der direkte und persönliche Kontakt zwischen TutorIn und LernerIn mit Hilfe von Telekommunikationsmedien. Dabei können sowohl inhaltliche Fragen diskutiert, Aufgaben gestellt oder auch technische Probleme mit eContent, Lernplattform und Kommunikationswerkzeugen geklärt werden.

Terminologie

Gesamtheit der Benennungen und Begriffe eines Fachgebietes. Die systematische Verwaltung, Verbreitung und Festlegung korrekter und konsistenter Terminologie wird als Terminologiemanagement bezeichnet.

Text Mining

Unter Text Mining versteht man eine Methode zur Klassifikation oder Segmentierung von Textdokumenten, um Beziehungen zwischen Dokumenten aufzuzeigen. Um die gefundenen Zusammenhänge zu strukturieren und zu visualisieren werden häufig Topic Maps verwendet.

Themenzentrierte Interaktion

Die Themenzentrierte Interaktion (TZI), 1955 von Ruth C. Cohn initiiert, ist ein aus psychologischen und pädagogischen Erfahrungen über das Leiten, Arbeiten und Lernen in Gruppen entstandener Ansatz. Beim Arbeiten und Lernen mit TZI werden sachliche, individuelle, zwischenmenschliche und umfeldbezogene Gegebenheiten gleichgewichtig berücksichtigt. Dadurch entsteht eine dynamische Balance, bildlich dargestellt als ein Dreieck (Thema/Aufgabe?Person?Gruppe) in einem Kreis (Umfeld). Das Ziel der TZI ist das humanere Arbeiten, Lernen und Leben in einer humaneren Welt.

Think Tank

Unter einem Think Tank (dt. Denkfabrik) versteht man den organisierten oder informellen Zusammenschluss von SpezialistInnen, dessen Aufgabe es ist, im Auftrag einer Organisation, eines Unternehmens oder der Politik zukunftsträchtige Konzepte und Strategien zur Lösung komplexer gesellschaftspolitischer oder organisations- bzw. unternehmensinterner Problemstellungen zu entwickeln. Traditionelle Formen von Think Tanks sind Stäbe oder Forschungs- und Entwicklungsabteilungen. Daneben existieren auch unabhängige Think Tanks die als Unternehmen agieren und externe Aufträge zur Problemlösung annehmen.

Thread

Unter einem Thread wird ein Diskussionsbaum in einem Diskussionsforum verstanden, dessen Beiträge einen direkten Bezug zueinander haben. Oft wird dieser Bezug auch durch eine grafische Kennzeichnung  (z.B. durch Einzüge oder Striche) verdeutlicht.

Top Down

Mit dem Begriff Top Down (vgl. Bottom Up) wird die Einführung von Veränderungsprozessen in Organisationen bezeichnet die von der Führungsebene ausgehen und von dort mittels Anordnung nach"unten"in die gesamte Organisation getragen werden.

Topic Map

Unter einer Topic Map versteht man Wissenslandkarten, die Themenzusammenhänge aufzeigen. Sie ermöglichen durch die Strukturierung von Wissen, die Zusammenhänge einer großen und unstrukturierten Dokumentenmenge zu veranschaulichen. Mit Hilfe von Suchmöglichkeiten können sachliche und inhaltliche Zusammenhänge der Dokumente schnell gefunden werden.

TQM

Unter TQM (Total Quality Management) versteht man ein durchgängiges, alle Unternehmensbereiche einbeziehendes betriebliches Konzept mit dem Ziel, Qualität als Organisationsziel einzuführen und eine maximale Qualität aller Arbeitsprozesse zu erreichen. TQM umfasst, im Gegensatz zum Qualitätsmanagement, sämtliche Bereiche eines Unternehmens.

Training

Unter dem Begriff Training versteht man eine Aktivität, die die Erweiterung des Verhaltensrepertoires der TeilnehmerInnen zum Ziel hat. Training dient damit nicht ausschließlich dem Wissenserwerb, sondern zusätzlich dazu noch dem Reflektieren und Verändern des individuellen Verhaltens. Im Gegensatz zu Vortragsveranstaltungen operiert ein Trainingmit individuellem Verhalten und Verhaltensweisen der TeilnehmerInnen und mit dem Einüben von Gelerntem an Hand konkreten Situationen, die idealerweise aus dem täglichen Erfahrungshintergrund der Teilnehmer stammen. Ein Training hat daher Übungscharakter, Neues kann ausprobiert, versucht und verworfen werden.

TRIZ

TRIZ, die "Theorie des erfinderischen Problemlösens- ist eine vom russischen Wissenschaftler Genrich Altschuller in die 40er Jahre des vorigen Jahrhunderts entwickelte Kreativitätstechnik auf der Basis von über 200.000 analysierten Patenten. Dabei wurde entdeckt, dass sich alle technischen Systeme nach bestimmten Gesetzmäßigkeiten entwickeln. TRIZ basiert auf der Idee, dass viele grundlegende technische Aufgabenstellungen schon einmal gelöst wurden, und Innovationen daher systematisch erarbeitet werden können, wobei versucht wird neue Probleme durch die Übertragung alter Lösungen auf diese Problemstellung zu lösen.

TutorIn

Unter TutorInnen werden LernbegleiterInnen verstanden. Der Begriff Tutor stammt aus dem universitären Umfeld und bezeichnet dort wissenschaftliche Hilfskräfte, oft DiplomandInnen oder Disertantinnen, die Studierende im Grundstudium in speziellen Veranstaltungen unterstützen. Im eLearning Umfeld wird Tutor synonym mit Teletutor verwendet. Diese bieten Lernbeglietung virtuell, d.h.über das Internet an. Tutorielle Begelitung wird oft im Rahmen von eLearning-Veranstaltungen angeboten und ist fixer Bestandteil von Blended Learning Arrangements (vgl. Teletutoring)

Twentyfour Seven

Twentyfour/Seven (24/7) bedeutet im Kontext von eLearning die ständige Verfügbarkeit von Online-Lern- bzw. Unterstützungsangeboten; 24 Stunden am Tag, 7 Tage die Woche.