glossar

Fachbegriffe rund um Technologie- und Wissenstransfer kurz erklärt.
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Pädagogischer Kontext

Unter dem pädagogischen Kontext versteht man die für die Entwicklung eines Lernangebots handlungsleitenden pädagogisch-psychologischen Theorien der Lernförderung (z.B. konstruktivistisches Lernen) sowie das didaktische Design des spezifische Lernangebotes. Neben dem pädagogischen Kontext sind der individuelle Lernkontext, der anwendungsorientierte Lernkontext sowie der technologische Lernkontext bestimmende Paramenter bei der Entwicklung und Umsetzung von Lernangeboten.

Paper Tools

Mit Paper Tools werden Werkzeuge der Unternehmensorganisation aus klassischen Büromitteln bezeichnet wie Papier, Ordner, Karteikarten, Archivierungskosten, Moderations-Utensilien usw..

Patent

Ein Patent ist ein staatlicher Verwaltungsakt, der dem Anmelder bzw. Erfinder ein Ausschließlichkeitsrecht zur Nutzung des Patentgegenstands (der Erfindung) einräumt. Patente bieten somit die Möglichkeit, das generierte technische Wissen zu schützen.

Peer

Dieser aus der Soziologie stammende Begriff steht für Gleichgestellte/r, Ebenbürtige/r oder Altersgenosse/-in.

Peer-to-Peer

Der Begriff Peer-to-Peer bezeichnet in der Soziologie die Kommunikation unter Gleichgestellten, etwa KollegInnen. Im IT Bereich wird darunter der Zusammenschluss von Computern in einem Netzwerk verstanden, in dem alle die selben Rechte besitzen.

Personalbedarfserhebung

Im Rahmen einer Personalbedarfserhebung wird ermittelt, wie viele MitarbeiterInnen, wo und wann und mit welchen Qualifikationen, Kompetenzen und Fähigkeiten zur Bewältigung von geplanten Unternehmensaufgaben benötigt werden. Die Ergebnisse einer solchen Erhebung bilden die Basis für weitere personalwirtschaftlich Maßnahmen.

Personalbedarfsplanung

Die Personalbedarfsplanung ist ein Instrument der Personalentwicklungdas es ermöglicht, frühzeitig eine drohende Über- oder Unterbesetzung im Personalbereich festzustellen und entsprechend darauf zu reagieren. Die Grundlage für die Personalbedarfsplanung ist die Personalbedarfserhebung.

Personalentwicklung

Personalentwicklung ist der Überbegriff für alle im Unternehmen gesetzten Maßnahmen die darauf ausgerichtet sind, die Handlungskompetenz der MitarbeiterInnen weiter zu entwickeln, zu erhalten und laufend zu erneuern. Das Ziel der Personalentwicklung ist es, den Unternehmenserfolg unter Berücksichtigung der Potenziale und Interessen der MitarbeiterInnen zu sichern.

Personalinformationssystem

Unter einem Personalinformationssystem (PIS) versteht man ein Software System, mit dessen Hilfe man Informationen über Personal und Arbeitsplätze erfassen, speichern und auswerten kann. Die im PIS erfassten Daten werden in der Regel als Basis für die unterschiedlichen Aktivitäten des Personalmanagements wie z.B. der Personalbedarfsplanung verwendet.

Personalisierung

Von Personalisierung spricht man dann, wenn die Angebote einer Webseite auf die Interessen der individuellen NutzerInnen abgestimmt werden (vgl. Adaptivität). Die für die jeweilige Nutzerin wichtigen Inhalte werden dabei in den Vordergrund gestellt - weniger wichtige Inhalte treten in den Hintergrund oder werden ausgeblendet. Die Personalisierung kann durch die Nutzerin selbst oder auch den Betreiber einer Webseite erfolgen. Voraussetzung für eine Personalisierung ist die eindeutige BenutzerInnenidentifizierung.

Personalmanagement

Unter Personalmanagement versteht man alle Unternehmensaktivitäten die dazu beitragen, MitarbeiterInnen gezielt zu fördern und zu entwickeln. Unter den vielen Aktivitäten des Personalmanagements stellt die Personalentwicklung eines der wichtigsten dar.

Personalmarketing

Unter dem Begriff Personalmarketing werden alle Aktivitäten eines Unternehmens zusammengefasst, die sich mit der Attraktivität und dem Image eines Unternehmens für bestehende und zukünftige MitarbeiterInnen befassen.

Persönliches Wissensmanagement

Der einzelne Mitarbeiter tritt als Akteur im Wissensmanagement auf und verfolgt persönliche Ziele.

Persönlichkeitskompetenz

Unter Persönlichkeitskompetenz wird die Fähigkeit verstanden, mit sich selbst kritisch und reflektierend umgehen zu können. D.h. die eigenen Kenntnisse, Fähigkeiten und Fertigkeiten hinterfragen zu können und Maßnahmen, wie z. B. zur Qualifizierung oder auch Verhaltensänderung, einleiten zu können.

Pinwand

Im Trainings-Kontext wird unter einer Pinwand eine meist mit Stoff bespannte Stellwand verstanden, deren Oberfläche so beschaffen ist, dass mittels Nadeln (sog. Pinwand-Nägel) Moderations- (Pin-)Karten oder andere Träger schriftlicher oder bildlicher Information temporär befestigt werden können. Im eLearning Kontext versteht man unter einer Pinwand (engl. pin board) ein Kommunikationswerkzeug zur Bereitstellung kurzer Mitteilungen, die für alle User einsehbar sind.

Plug and Play

Unter Plug&Play (zu deutsch etwa einstecken und loslegen) wird ein bedienerfreundliches Verfahren verstanden, dass es ComputerbenutzerInnen erlaubt, zusätzliche Hardware an den Computer anzustecken, die nicht extra installiert werden muss, sondern vom PC selbstständig erkannt und betriebsbereit gemacht wird.

Podcast

Unter einem Podcast, der Name setzt sich aus iPod (der mp3 Player des Marktführers Apple) und?broadcast?(zu Deutsch senden) zusammen, versteht man Audio- oder Videosendungen, die theoretisch von Jedermann über das Internet veröffentlicht, abonniert oder heruntergeladen werden können. Der Podcast ist heute schon ein weit verbreiteter Bestandteil von Blended Learning Arrangements und gewinnt auch als Mittel der Unternehmenskommunikation immer mehr an Bedeutung.

Portal

Mit Portal bezeichnet man im Umfeld der Informationstechnologie eine Anwendung, zumeist  auf einer Website, die einen zentralen Einstiegspunkt zu Internetangeboten etwa eines Unternehmens bietet. Ein Portal kann viele Funktionen erfüllen und sowohl themenbezogene, personalisierte oder regional begrenzte Angebote und Informationen anbieten.

Präsenzveranstaltung

Mit Präsenzveranstaltung (vgl. face2face) werden die"klassischen"Seminarraumtrainings bezeichnet. TrainerInnen und TeilnehmerInnen befinden sich dabei zur gleichen Zeit im gleichen Raum. Präsenzveranstaltungen eignen sich besonders zum gegenseitigen Kennenlernen von KursteilnehmerInnen, zu Vermittlung interpersoneller Fähigkeiten (Soft Skills) und zur Reflexion. Präsenzveranstaltungen sind ein integrierter Bestandteil von Blended Learning Settings.

Prior Experiential Learning

Damit sind früher erworbene Kompetenzen und Kenntnisse gemeint, die außerhalb von Bildungseinrichtungen z.B. durch berufliche, ehrenamtliche oder private Tätigkeiten erworben wurden und für die es keine formalen Qualifikationsnachweise gibt. Erste Ansätze zum Nachweis dieser Kenntnisse werden im APEL Projekt erprobt (vgl. informelles Lernen)

Problembasiertes Lernen

Problembasiertes Lernen (kurz POL) konfrontiert die LernerInnen mit authentischen oder vergleichbaren Problemstellungen aus dem (späteren) Berufs- oder Arbeitsalltag. Lerntheoretische Basis dieses Konzepts ist der Konstruktivismus, der die handelnde Auseinandersetzung mit der Umwelt als Basis erfolgreichen Lernens betrachtet. Man geht davon aus, dass der Prozess der Problemlösung einerseits die fachliche Kompetenz, aber andererseits auch die Kreativität der Lernenden fördert.

Produktionsfaktoren

In der Volkswirtschaftslehre werden Arbeit, Kapital und Boden als Produktionsfaktoren definiert. Diese müssen für die Herstellung, Weiterverarbeitung und den Verkauf miteinander kombiniert werden.

Projektlernen

Unter Projektlernen versteht man eine selbstgesteuerte, arbeitsplatzorientierte Lernform, bei der die TeilnehmerInnen innerhalb eines vorgegebenen Zeitrahmen eine Aufgabe lösen sollen. Bei der Lösung der Aufgabe wird mit mehreren MitarbeiterInnen, im Idealfall aus verschiedenen Funktionsbereichen, zielorientiert zusammengearbeitet. Die aus dieser Arbeit erwachsenen Erfahrungen werden gesammelt und bilden die Basis der generierten Lernerfahrungen.

Provider

Im Internet-Umfeld steht der Ausdruck Provider für einen Serviceanbieter der seinen Kunden beispielsweise einen Zugang ins Internet zur Verfügung stellt.

Prozedurales Wissen

Zur Identifizierung von Wissen im Unternehmen und der gezielten Auswahl der Wissensmanagementinstrumente unterscheidet man unter anderem zwischen dem prozeduralem Wissen und dem deklarativen Wissen. Das prozedurale Wissen beinhaltet das Wissen über das WIE (Abläufe, Prozesse, Instrumente, Handlungsmöglichkeiten, etc.).

Prozessorientiertes Management

Unter prozessorientiertem Management versteht man einen Managementstil, dessen Schwerpunkt auf die Optimierung der betrieblichen Ablaufprozesse ausgerichtet ist und nicht auf die Optimierung des betrieblichen Outputs.

Pull

Der aus dem Marketing stammende Begriff (vom englischen: ziehen) bezeichnet den Vorgang, bei dem Informationen von einem Interessenten aktiv gesucht und bewusst abgerufen werden. Auf das Internet bezogen bedeutet das, dass User mit ihrem Browser Informationen im WWW ausfindig machen, im eLearningKontext bedeutet es, das LernerInnen mit dem Ziel bestimmte Inhalte zu lernen, bewusst und auf Eigeninitiative passende eContents konsumieren (vgl. push).

Push

Im Gegensatz zum aus Usersicht aktiven Pull-Ansatz verschickt ein Sender (ungefragt) Informationen an einen User, wobei dieser zum/r passiven EmpfängerIn wird. Die klassischen Massenmedien wie Fernsehen und Rundfunk werden als Push-Medien bezeichneten, ein WWW-Auswuchs von Push sind die sog. Spam-Mails. Im eLearningUmfeld wird die Push Technologie verwendet, um User aktiv auf neue Inhalte aufmerksam zu machen, die sie optional lernen können oder im Zuge einer besonderen Aufgabe lernen müssen.