glossar

Fachbegriffe rund um Technologie- und Wissenstransfer kurz erklärt.
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Management by Objectives

Die von Peter F. Drucker beschriebene Führungsmethode Management by Objectives bezeichnet die Mitarbeiterinnenführung einer Organisation durch Zielvereinbarungen. Dabei wird die Leistung einer Mitarbeiterin in der Organisation nicht aufgrund ihrer  Anwesenheit am Arbeitsplatz, sondern aufgrund von Zielerreichungen (Objectives) beurteilt. Voraussetzung für das Funktionieren des Management by Objectives ist, dass die Ziele realistisch, erreichbar und operationalisiert sind und es die Möglichkeit gibt, einen Zielerreichungsgrad (etwa in %) anzugeben. Durch diese Methode soll gewährleistet werden, dass alle Mitarbeiterinnen "am gleichen Strang ziehen" und die MitarbeiterInnenbeurteilung objektiviert wird.

Manpower

Manpower stellt eine kaufmännische Einheit zur Darstellung der Personalkapazität dar und errechnet sich aus dem Produkt aus Arbeitskräften und Zeit. Beispiel: Ein Personenjahr (PJ) beschreibt diejenige Arbeitsleistung, die eine Person im Laufe eines Arbeitsjahres (ca. 1680 Arbeitsstunden) erbringt. Die Größe ist auch unter den Bezeichnung Mannjahr (MJ), mit den Subgrößen Mannmonat (MM) oder Personenmonat (PM), bekannt.

Mediation

Unter Mediation versteht man ein Verfahren der Bearbeitung von Konflikten, indem die Leitung des Verfahrens einer unabhängigen, sachkundigen und neutralen Vermittlungsperson ("Mediator/in") übertragen wird, die von allen am Konflikt Beteiligten akzeptiert wird. Im Prozess der Mediation soll eine Situation herbeigeführt werden, die eine Auflösung des Konfliktes durch Kommunikation und Verständnis für die Situation des Gegenübers möglich macht.

Mediendidaktik

Mediendidaktik beschäftigt sich, als spezialisierter Teilbereich der allgemeinen Didaktik, vorwiegend mit didaktisch-methodischen Aspekten der Entwicklung, Verwendung und Erforschung von Neuen Medien in Schule, Jugendarbeit, Erwachsenenbildung  und Hochschule. Fragen nach der Gestaltung und Optimierung von Lehr-Lern-Prozessen mit Hilfe von Medien, stehen ebenso im Betrachtungsfeld der Mediendidaktik, wie die notwendigen Lernvoraussetzungen, die wahrnehmungspsychologischen Bedingungen und die technischen, organisatorischen und personellen Voraussetzungen beim Einsatz von eLearning.

Mentoring

Mentoring ist ein Instrument der Personalentwicklung, meist eingesetzt in der Nachwuchsförderung für Führungskräfte. Basis des Mentorings ist eine direkte und exklusive Beziehung zwischen der Nachwuchskraft (Mentee) und einer erfahrenen Führungskraft (Mentor), wobei der Mentor sein Wissen und seine Erfahrungen an den Mentee weitergibt, um diesen in seiner beruflichen Entwicklung innerhalb eines Unternehmens zu unterstützen. Mentoring beinhaltet Erfahrungsaustausch, Weitergabe von informellem Wissen und Kontakten, individuelle Beratung und Feedback, Karriereförderung und Unterstützung beim Netzwerkausbau. Mentoring wird auch in der Arbeit mit arbeitssuchenden oder sonst am Arbeitsmarkt benachteiligten Personeneingesetzt um ihnen einen (Wieder-) Einstieg in das Arbeitsleben zu erleichtern.

Methodenkompetenz

Methodenkompetenz als spezielle Form der Kompetenz meint die Fähigkeit und Bereitschaft, Techniken, Strategien und Verfahren zur erfolgreichen Aufgabenbewältigung zu kennen und zielgerichtet anzuwenden. Hierzu zählt vor allem, Probleme zu erkennen und mit Hilfe von geeigneten Strategien selbständig zu lösen aber auch die Fähigkeit zur Informationsbeschaffung und Arbeitsplanung, so wie zur Anwendung von Kreativitätstechniken.

Microlearrning

Die Ideen von Mircrolearning ist es, im Vergleich zu gewähnlichem eLearning, bei dem Wissen vermittelt wird um es später anzuwenden, Wissen dort und dann zur Verfügung zu stellen wo der Useres umgehend benötigt. Mircrolearning impliziert daher eine Methode des Wissenstransfers bzw. Wissensakquisition unter beschränkten zeitlichen und räumlichen Rahmenbedingungen. Mircrolearing wird sowohl im Zusammenhang mit Mediendidakitk wie auch mit eLearning und Mobile Learning diskutiert, wobei in der Microlearning Diskussion der Schwerpunkt auf der Logistik der just in time bzw. On Demand Lieferung von Lerninhalten liegt.

Mind Mapping

Mind Mapping ist eine Kombination von Kreativitätstechnik und Visualisierungstechnik bei der verwandte oder miteinander in Beziehung stehende Begriffe in räumlicher Nähe zueinander platziert und Abhängigkeiten zwischen den Bergiffsclustern graphisch dargestellt werden. Es wird verwendet, um sich einen Überblick über ein Themengebiet zu verschaffen und einen Sachverhalt sichtbar zu machen. Mind Mapping ermöglicht es, als eine effiziente und universelle Notiz- und Merktechnik, Informationen und Begriffe zu strukturieren und unstrukturierte Gedanken, die bei einem Gespräch einem Brainstorming oder einem Meeting entstehen, geordnet zu notieren.

Mitarbeiterbeteiligung

Die Mitarbeiterbeteiligung ist Teil einer Unternehmenskultur, in der sich die MitarbeiterInnen eines Unternehmens über das rein arbeitsrechtliche Verhältnis hinaus bewusst und freiwillig in betriebliche Entscheidungsprozesse einbringen können. Dies setzt ein partnerschaftliches Verhältnis zwischen MitarbeiterInnen und Unternehmen voraus. In einer zweiten Bedeutung bezeichnet die Mitarbeiterbeteiligung eineBeteiligung der MitarbeiterInnen am Unternehmenserfolg oder am Unternehmenskapital. Dies kann bis zur Teilhaberschaft am Unternehmen, z.B. in Form von Mitarbeiteraktien gehen.

Mitarbeitergespräch

Das Mitarbeitergespräch zwischen Führungskraft und MitarbeiterIn ist eines der wichtigsten Instrumente der Personalentwicklung. Es sollte regelmäßig (zumindest) einmal im Jahr stattfinden und grundsätzlich mit jedem/r MitarbeiterIn geführt werden und enthält üblicherweise Inhalte wie Zielvereinbarungen, Leistungsbeurteilungen, Weiterbildung, persönliche Rückmeldungen, Entwicklungsmöglichkeiten usw.. Häufig orientieren sich diese Gespräche an Leitfäden, Checklisten und/oder Formularen, die auch als Struktur für die Gesprächsführung durch die Führungskraft dienen.

Mitarbeiterpotenzial

Unter dem Mitarbeiterpotential versteht man die Gesamtheit aller für das Leistungsvermögen der Mitarbeiterin relevanten Fähigkeiten, Kenntnisse und Begabungen, die unter optimalen Bedingungen für das Unternehmen nutzbar gemacht werden können. Die profunde Kenntnis der Mitarbeiterpotentiale ist eine wichtige Basis einer zielgerichteten und effektiven Personalentwicklung. Das Mitarbeiterpotenzial kann durch eine Reihe unterschiedlicher diagnostischer Verfahren oder durch die Beobachtung der Mitarbeiterin erhoben werden.

Mitarbeiterzufriedenheit

Unter Mitarbeiterzufriedenheit versteht man die Einstellung von MitarbeiterInnen gegenüber ihren Aufgaben, ihrem Unternehmen, den KollegInnen und Führungskräften. MitarbeiterInnenzufriedenheit ist einer der wichtigsten Messkriterien für erfolgreiche Personalentwicklung.

Mobile Learning

Unter Mobile Learning (oder mLearning, zu deutsch mobiles Lernen) werden Lerntechnologien verstanden, die mobile Geräte nutzen, um computerunterstütztes Lernen und Informieren auch ohne PC zu ermöglichen. Im Mittelpunkt von mLearning Arrangements steht zumeist das Lernen mit Mobiltelefonen und PDAs,  über die entweder bei Bedarf auf gerade gebrauchte Lerninhalte zugegriffen wird (vgl. Learning On Demand) oder auf die in regelmäßigen Abständen Lerninhalte, etwa in Form eines Abonnement, geschickt werden. Bei mLearning wird zumeist mit kleinen und kleinsten Lerninhalten (vgl. Microlearning) gearbeitet.

Moderationstechnik

Unter Moderationstechnik versteht man die bei Seminaren, Workshops und Besprechungen angewendeten Methoden, die der Aktivierung von TeilnehmerInnen und der Ablaufsteuerung von Arbeits- und Lernprozessen in Gruppensettings dienen. Dabei wenden TrainerInnen oder ModeratorInnen unterschiedliche Methoden etwa zur Sammlung und Visualisierung von Ideen, zur Strukturierung von Diskussionen und ähnlichem an.

Multimedia

Mit dem Begriff Multimedia werden Inhalte und Werke bezeichnet, die sich aus unterschiedlichen Medien zusammensetzen. Umgangssprachlich werden jedoch nur solche Inhalte oder Werke als multimedial bezeichnet, die sich ausschließlich oder zu einem überwiegenden Teil aus digitalen oder elektronischen Medien zusammensetzen. Multimedialität zeichnet sich in der Regel durch die parallele Präsentation mehrerer Medien und durch Interakionsmöglichkeiten aus.

Multiplikator

Mit Multiplikator bezeichnet man im Kontext der Aus- und Weiterbildung Personen, die die erarbeiteten Informationen und das Gelernte danach im eigenen Arbeitsumfeld oder in weiteren Fortbildungsveranstaltungen an KollegInnen oder andere interessierte Personen weitergeben. Umgangssprachlich werden unter dem Begriff auch Personen verstanden die auf Grund ihrer Positionen in der Öffentlichkeit in der Lage sind, bestimmte Inhalte, Wertvorstellungen und Meinungen zu verbreiten.