glossar

Fachbegriffe rund um Technologie- und Wissenstransfer kurz erklärt.
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Icon

Mit dem Begriff Icon (dt. Piktogramm) wird im Computerbereich ein kleines bildhaftes, grafisches Symbol bezeichnet, das eine Funktion einer Applikation, einen Link oder eine Datei repräsentiert um diese anschaulicher und damit leichter merk- und greifbar zu machen.

IKT gestütztes Lernen

Unter IKT (Informations- und Kommunikationstechnologie) gestütztem Lernen oder IKT gestützten Lernszenarien etc. werden Lehr- und Lernformen verstanden bei denen, ausschließlich oder teilweise, das Vermitteln, Rezipieren oder Einüben von Lerninhalten durch den Einsatz von Computern unterstützt wird (vgl. dazu  auch Blended Learning, eLearning).

Implementierung

Mit Implementierung wird die nachhaltige Einführung eines Programmes, Ablaufes, Prozesses, Systems etc. in ein Unternehmen bzw. etwas Bestehendes bezeichnet.

Implizites Wissen

Mit implizitem Wissen (engl. tacit knowledge) wird persönliches, an das Individuum gebundenes, Wissen gemeint, welches, im Gegensatz zu explizitem Wissen, nicht oder zumindest nur schwer systematisch zu verarbeiten oder zu übermitteln ist. Darunter fällt zum Beispiel Wissen, das aufgrund der Leistung, die jemand vollbringt, offenbar vorhanden ist, dessen sich die Person aber nicht unbedingt bewusst ist und über das sie keinerlei Auskunft geben kann oder will. Implizites Wissen basiert auf individueller Erfahrung, persönlichen Vorstellungen, Glauben, Perspektiven, Weltanschauung, Idealen, Werten und Emotionen. Es besteht aus Können, Handlungsroutinen, Überzeugungen, Glaubenssätzen und geistigen Schemata.

IMS

Das "IMS Global Learning Consortium", auch als "IMS Project" bekannt, ist ein globales Konsortium mit Mitgliedern aus dem universitären, kommerziellen und staatlichen Bereich wie beispielsweise unterschiedlichen Bildungsorganisationen, aber auch Hersteller und Nutzer von CBTs, WBTs und eLearning-Plattformen. Es wurde 1997 gegründet, um durch die Standardisierung von Lernobjekten die weltweite Suche, den Austausch und die Wiederverwendbarkeit von digitalem Lehrstoff zu ermöglichen.

Incentives

In Anlehnung an den lateinischen Wortstamm "Incendere"s ollen Incentives bei MitarbeiterInnen vorwiegend aus dem Verkaufsbereich ein "Feuer entfachen". Sie sollen eine motivierende Initialzündung sein, die Engagement und Zusammengehörigkeitsgefühl stärkt. Werden innerhalb einer bestimmten Frist vereinbarte Ziele erreicht, so erhält die Mitarbeiterin Leistungsanreize , sog. Incentives in Form von materiellen (z.B. Geld; Warenprämien, Reisen) oder immateriellen (z.B. Urkunden) Zuwendungen. (vgl. Zielvereinbarung)

Individueller Lernkontext

Mit dem Begriff des individuellen Lernkontextes sind die allgemeinen persönlichen Rahmenbedingungen gemeint, die den Hintergrund vor dem Lernen darstellen und die das Lernen indirekt beeinflussen können. Paramenter des individuellen Lernkontextes sind  u.a. Bildungsabschluss, Berufserfahrung, Lernerfahrungenm, sowie zeitliche und finanzielle Ressourcen. Bei der Erstellung von Lernangeboten sind neben dem individuellen auch der anwendungsorientierte, der pädagogische und der technologische Lernkontext zu berücksichtigen. 

Individuelles Wissen

Als individuelles Wissen bezeichnet man das Wissen, die Fertigkeiten und Handlungsmöglichkeiten über die eine Person zu einem bestimmten Zeitpunkt verfügt. Durch die Fähigkeit, Wissen zu produzieren, und dieses Wissen für das Unternehmen vorteilhaft einzusetzen, bekommt das Individuum einen zentralen Stellenwert. Wenn ein/e MitarbeiterIn das Unternehmen verlässt, nimmt er/sie dieses Wissen mit. Dies kann sehr oft einen wertvollen Know-How-Verlust mit sich bringen, der in extremen Fällen sogar die Existenz eines Unternehmens gefährden kann (vgl. Knowledge Management).

Individuelles Wissensmanagement

Im Mittelpunkt der Betrachtungen steht der einzelne Mitarbeiter, die Ausrichtung erfolgt auf die Organisationsziele.

Infobroker

Infobroker (kurz für Informations-Broker) oder Informationsvermittler sind Einzelpersonen oder Informationsunternehmen, die im Auftrag anderer, bestimmte Informationen beschaffen bzw. die Auswertung von Informationsrecherchen übernehmen. Infobroker nützen für ihre Arbeit in der Regel sowohl kostenfreie wie auch kostenpflichtige Informationsquellen wie Online Datenbanken, diverse Webservices, Bibliotheken und CD-ROM Datenbanken. Die Hauptaufgaben von Infobrokern sind dabei, die Informationsdefizite ihrer Kunden zu analysieren und zu beheben.

Information

Mit dem Begriff Information werden strukturierte, und in einen definierten Kontext eingebettete, Daten bezeichnet. Wesentlich für die Information ist ihre Wiedererkennbarkeit, sowie der Neuigkeitsgehalt. Zu Wissen wird Information, wenn sie zur Kenntnis genommen wird. Umgekehrt entsteht Information, wenn Wissen dokumentiert wird und wiederum als Grundlage der Wissenserzeugung dient.

Information Retrieval

Information Retrieval ist ein computergestütztes System, das zur Informationswiedergewinnung bzw. Auffindung von Informationen benützt wird. Es wird zum inhaltsorientierten Suchen verwendet.

Informationsmanagement

Informationsmanagement steht in erster Linie für zwei Bereiche. Einerseits werden unter Informationsmanagement unterschiedliche Maßnahmen zusammengefasst, die zur kontextgerechten Bereitstellung und Dokumentation von Informationen in einem Unternehmen gesetzt werden. Der andere Bedeutungsschwerpunkt liegt in den Bereichen, die daran beteiligt sind, die im Unternehmen und seinem Umfeld anfallender Informationen einer digitale Be- und Verarbeitung zuzuführen (vgl. Knowledge Management).

Informationsobjekt

Ein Informationsobjekt entspricht einer thematischen Teilmenge der Information für einen spezifischen Anwendungsfall.

Informationssysteme

Generell werden unter Informationssystemen IT-gestützte Sammel- und Betrachtungsvorrichtungen subsummiert, deren Aufgabe es ist, Informationen aufzubewahren und strukturiert darzustellen. Im Unternehmen bilden Informationssysteme die internen Wissensbestände eines Unternehmens ab und ordnen sie nach vorgegebenen Kriterien wie Abteilungen, Niederlassungen o.ä.

Informelles Lernen

Unter informellem Lernen versteh man, in Abgrenzung zum Lernen an Schulen, Universitäten usw. alle jene Lernprozesse, die im täglichen Leben stattfinden. Darunter fallen das Lernen im Rahmen familiärer Kommunikation, das Lernen am Arbeitsplatz, das Lernen im Rahmen von Internetrecherchen, das autodidaktische Lernen aus Büchern, über Befragungen, Diskussionen usw.(vgl. Prior Experiential Learning).

Infotainment

Unter dem vom amerikanischen Medienwissenschafter Neil Postmann eingeführten Begriff versteht man die unterhaltsame und kurzweilige Vermittlung von Wissensinhalten. Gängige Ausprägungen von Infotainment sind Fernsehnachrichten, in denen Fakten von politischer und/oder ökonomischer Bedeutung gemeinsam mit Unterhaltungsgeschichten dargeboten werden, oder auch unterhaltsam aufbereitete Dokumentationen, die überwiegend im Tierreich spielen und etwa durch die Verbindung von tierischem Handeln mit menschlichen Emotionen einen kurzweiligen aber wissenschaftlich tw. fragwürdigen Inhalt anbieten (vgl. Edutainment).

Innovation

Innovation bedeutet, nach der allgemein anerkannten Definition des Ökonomen Joseph Schumpeter, die Erfindung aber vor Allem auch die Durchsetzung einer technischen oder organisatorischen Neuerung innerhalb einer Organisation. Diese können in unterschiedlichen Erscheinungsformen auftreten wie der Produkt-, der Prozess- oder der Sozialinnovation. Dabei steht bei der Produktinnovation die marktreife Entwicklung eines neuen Produktes oder einer Dienstleistung im Mittelpunkt, Prozessinnovationen beschäftigt sich etwa mit der Optimierung von Arbeitsprozessen und Sozialinnovation ist zum Beispiel die Einführung eines neuen MitarbeiterInnenvorsorgemodells in einem Unternehmen o.ä..

Innovationsdienstleistung

Extern bezogene, spezifische Leistungspotenziale eines Anbieters zur Unterstützung von Innovationsprozessen in Organisationen.

Innovationsnetzwerk

Innovationsnetzwerke bestehen aus verbundenen Organisationen die Innovationen in enger Kooperation realisieren. Der Mehrwert des Netzwerks entsteht durch gemeinsames Lernen und durch Wissens- und Technologietransfer. Wesentliche Vorteile von Innovationsnetzwerken liegen im Zugriff auf komplementäres Wissen und auf ergänzende Ressourcen. Dadurch können Transaktionskosten gesenkt werden und wird eine gemeinsame Wissensbasis aufgebaut.

Innovationsprozess

Ein Innovationsprozess veranschaulicht die Abläufe im Innovationsmanagement. In der Praxis hat sich eine Einteilung in folgende 4 Phasen bzw. Teilprozesse bewährt: Ideenfindung, Ideenprüfung, Ideenrealsierung und Ideenverwertung.

Innovationssystem (Regionales)

Die Gesamtheit aller in einer Region in den verschiedenen Stufen des Innovationsprozesses wirkenden Akteure – sowohl der Technologieanbieter  als auch der „Technologienachfrager und der Mittler im Transferprozess zwischen Anbietern und Nachfragern, der zwischen ihnen bestehenden Beziehungen und der ihre Leistungsfähigkeit beeinflussenden Rahmenbedingungen bildet das Innovationssystem einer Region.

Intellektuelles Kapital

Siehe Wissenskapital.

Interaktivität

Interaktivität beschreibt die Eigenschaften von Programmen und Angeboten in Offline- und Online-Medien die sie in die Lage versetzen mit dem Benutzer zu kommunizieren. D. h., der User steuert sich mit Hilfe einer Benutzerführung durch ein Programm, das auf seine Eingabe mit weiterführenden Informationen oder anderen Aktionen reagiert. Besonders in Lernprogrammen werden interaktive Elemente als für den Lernerfolg wichtig betrachtet.

Interface

Als Interface wird eine Schnittstelle zwischen zwei Komponenten bezeichnet. Die bekanntesten Interface sind die sog. GUI (Graphical User Interface). In der EDV erlaubt eine Schnittstelle die etwa die Interaktion eines Menschen mit einem Computer oder aber auch den internen Austausch von Daten zwischen zwei Programmen oder zwischen zwei Computern.

Intergenerativer Wissenstransfer

Wissenstransfer zwischen jüngeren und älteren Generationen, um Verlust von Erfahrungswissen vorbeugen.

Internet

Das Internet, die Abkürzung für den englischen Begriff Interconnected Network, ist das größte Computernetz der Welt und besteht aus einem Netzwerk voneinander unabhängiger Netzwerke . Die PCs werden unabhängig von ihrer Hardware und ihrem Betriebssystem miteinander verbunden. Übertragungsprotokolle regeln die Kommunikation zwischen den Rechnern. Umgangssprachlich wird das Internet oft mit dem WWW gleichgestellt, wobei jedoch das WWW"nur"einer der am weitesten verbreiteten Dienste des Internets - neben eMails oder Newsgroups - ist.

Internetcommunities

Siehe Communities.

Intranet

Als Intranet wird ein geschlossenes firmeninternes Computernetz auf der Basis der Internet-Technologie bezeichnet, das nur innerhalb eines Unternehmens für die MitarbeiterInnen verfügbar ist. Intranets sind im Gegensatz zu Extranets von außen nicht erreichbar und erlauben nur Mitgliedern der Organisation den Zugriff.

ISP - Internet Service Provider

ISPs sind Firmen oder Institutionen, die Anbindungen an das Internet verkaufen. Dabei betreibt jeder ISP ein Teilnetz des Internets. Ein ISP kümmert sich um die Anbindung der einzelnen PCs der User an das eigene Netzwerk, den reibungslosen Betrieb seines Teilnetzes und dessen Kommunikation mit den anderen Teilnetzen des Internets. Die bekanntesten ISPs in Österreich sind Chello, Inode und die Telekom Austria.

IT

Unter IT (Information Technology) wird heute insbesondere die technische Kommunikationsinfrastruktur eines Unternehmens verstanden. Der IT-Manager ist für die Organisation und Instandhaltung dieser Infrastruktur verantwortlich.