glossar

Fachbegriffe rund um Technologie- und Wissenstransfer kurz erklärt.
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eBusiness

Unter eBusiness wird die umfassende Anbahnung und Abwicklung aller automatisierbaren Geschäftsprozesse mit Hilfe von Informations- und Kommunikationstechnologien verstanden. Durch die Übernahme der englischen Begriffe kommt es im Deutschen immer wieder zu unterschiedlichen Auslegungen des Begriffs und zu Diskussionen rund um seine Abgrenzung zu eCommerce, Webshop und ähnlichem.

eCommerce

Dieser ins Deutsch mit "Elektornischer Handel" übersetzte Begriff bezeichnet den Ein- und Verkauf von Waren und Dienstleistungen über das Internet.

eContent

Unter eContent wird, meist multimedial und interaktiv aufbereitete, der Lerninhalt von eLearning Programmen verstanden.

ECTS

Das European Credit Transfer System (ECTS) ist ein System zur Anrechnung von Studienleistungen. Das System stellt eine Methode zur Messung und zum Vergleich von Studienleistungen dar und ermöglicht so deren Übertragung europaweit von Hochschule zu Hochschule. Mittels Bereitstellung von detaillierten Informationen über die jeweiligen Studiengänge und den Stellenwert der einzelnen Lehrveranstaltungen wird eine Transparenz der akademischen Lehrangebote erreicht. Wichtigste Elemente des ECTS sind das Informationspaket (information package), das Studienabkommen (learning agreement) und die Studiendaten bzw. Stammblatt (transcript of records) (vgl. dazu auch Diploma Supplement).

Edutainment

Der Begriff Edutainment setzt sich aus den Begriffen "education" (dt. Erziehung) und "entertainment" (dt. Unterhaltung) zusammen. Der Grundgedanke des Edutainment ist es, über Spaß und Unterhaltung Lernprozesse in Gang zu setzten. Durch den hohen Engagementgrad des Individuums in unterhaltsamen Situationen kann durch Edutainment eine höhere Transferrate des Gelernten erreicht werden. Eine weite Verbreitung hat der Begriff im Zusammenhang mit Computerspielen mit Lernanspruch bzw. Lernprogramme mit Spaßcharakter erfahren.

eLearning

Ursprünglich wurde eLearning als Sammelbegriff für jede Art von IKT-gestütztem Lernen bzw. für alle Formen von elektronisch unterstütztem Lernen verwendet. In dieser Definition umfasst eLearning jede Form von Internet- und satellitengestütztem Lernen, Lernen per interaktivem TV, CD-ROM, Videobändern, DVDs und anderen elektronischen Medien. Heute wird eLearning jedoch häufig nur noch für Computer- bzw. Internet/Intranet-basiertes Lernen mit WBTs und CBTs verwendet.

eLearning 2.0

Mit der Weiterentwicklung der Informationstechnologie wurde auch eine Weiterentwicklung des eLearning Begriffes notwendig. Der im Jahr 2005 geprägte Begriff eLearning 2.0 bezeichnet eine neue interaktivere und selbstgesteuerte Form des eLearning. Er steht für eine Abkehr von vorstrukturierten Lernprogrammen hin zu einem konstruktivistisch explorativen Lernansatz, in dem nicht nur unterschiedliche Wissensquellen sondern auch neue Werkzeuge wie Blogs, Wikis, Podcasts usw. den Lernenden die Möglichkeit geben, Ihre Lernwelt aktiv mit zu gestalten (vgl. Web 2.0).

eMail

Unter eMail - kurz für electronic mail oder elektronische Post, versteht man schriftliche Nachrichten die auf elektronischem Weg über Computernetzwerke, wie das Internet, verschickt und empfangen werden. eMail ist das am meisten genutzte Internetservice, noch vor dem WWW.

Emoticon

Emoticons sind eine Zeichenfolge aus normalen Satzzeichen, die in unterschiedlicher Anordnung den Gefühlszustand (Emotions) des Senders bzw. seine Haltung zur eigenen Aussage ausdrücken. Das bekannteste Emoticon ist der sog. Smiley der aus einem : einem - und einem ) besteht :-) und für ein Lächeln steht. Dieser Smiley wurde am 19. September 1982 vom Studenten Scott E. Fahlman in einem elektronischen Diskussionsforum der Carnegie Mellon University vorgeschlagen und trat von dort aus seinen Siegeszug an (vgl. Icon).

Employability

Der Begriff Employability bedeutet die Beschäftigungsfähigkeit von MitarbeiterInnen. Darunter versteht man die Fähigkeit der MitarbeiterInnen, ihre fachlichen und sozialen Kompetenzen so einzusetzen, dass eine Beschäftigung im Rahmen eines Systems möglich ist. Mit Employability wird aber darüber hinaus auch die Fähigkeit eines Mitarbeiters verstanden, seine Fähigkeiten und Fertigkeiten unter sich wandelnden Rahmenbedingungen zielgerichtet und eigenverantwortlich anzupassen, um seine Beschäftigung zu erhalten. Employability und die Verantwortung dafür werden in letzter Zeit zunehmend als neue Aufgaben der ArbeitsgeberInnen diskutiert.

Empowerment

Empowerment bezeichnet die Aufforderung an und die Ermächtigung von MitarbeiterInnen, persönlich Verantwortung für Verbesserungen im Unternehmen zu übernehmen. Empowerment kann sowohl hinsichtlich der Arbeitsorganisation als auch für verstärkte Beiträge zur Verwirklichung inhaltlicher oder strategischer Unternehmensziele eingesetzt werden.

Entdeckendes Lernen

Beim entdeckenden Lernen geht man von der Prämisse aus, dass das Lernen kein ausschließlich reaktiver und von außen gesteuerter Prozess ist. Lernen wird als aktive und selbstgesteuerte Konstruktion von Wissen etwa durch aktives Fragen, systematische Beobachtungen oder ausprobieren angesehen. Dieser manchmal auch als Trail and Error (Versuchs- und Irrtumslernen) bezeichnete Ansatz des entdeckenden Lernens war eine didaktische Basis für die ersten ITK gestützten Lernprogramme und ist auch heute noch eine der führenden didaktischen eLearning Konzepte.

ePortfolio

Ein ePortfolio stellt eine flexible Möglichkeit dar, das Lernen, Wissen und Können von MitarbeiterInnen im Unternehmen zu dokumentieren. Unter einem ePortfolio versteht man eine Sammlung von Dokumenten, die sowohl die Lernprodukte (erworbenen Kenntnisse, Fähigkeiten, offizielle Zertifikate und Zeugnisse) als auch die Lernpfade (den Prozess der Kompetenzentwicklung des/r MitarbeiterIn) auf einer elektronischen Plattform sichtbar macht und diese dokumentiert.

Erfahrung

Das Ergebnis des Erfahrungslernens ist „Erfahrung als Zustand“ (Erfahrung haben). Dies entspricht einer Teilmenge menschlichen Wissens und wird als Erfahrung bezeichnet. Erfahrung ist stark an Situationen und Personen gebunden.

Erfahrungslernen

Unter „Erfahrung als Prozess“ (Erfahrung machen) wird ein Lernprozess im Kontext einer konkreten Handlung verstanden, das sog. Erfahrungslernen. Prozess, der durch das Erleben von Situationen zum Entstehen von Erfahrungen führt.

Erfahrungstransfer

Eine spezielle Form des Wissenstransfers mit dem Ziel, Erfahrungswissen zu transferieren und somit unnötig wiederholte Lernprozesse durch „Versuch und Irrtum“ zu vermeiden.

Erfahrungswissen

Erfahrungswissen ist die explizierbare Teilmenge von Erfahrung und entspricht somit dem Wissen über Erfahrungen. Da Erfahrungen selbst nicht transferiert werden können, bildet Erfahrungswissen den Gegenstand des Erfahrungstransfers.

Erwachsenenbildung

Unter Erwachsenenbildung versteht man die Fortsetzung oder Wiederaufnahme organisierten Lernens nach Abschluss einer unterschiedlich ausgedehnten ersten Bildungsphase. Erwachsenebildung hat jedoch im Gegensatz zur Weiterbildung,  für die die selbe Definition Gültigkeit hat, einen eher allgemeinbildenden und politischen Charakter, während die Weiterbildung eine starke wirtschaftlich-berufliche Ausrichtung hat. Im Zeitalter des lebenslangen Lernens sich diese begrifflichen Grenzen jedoch verschwimmend. 

Evaluation

Unter Evaluation versteht man die systematische, zielgerichtete und prozessuale Bewertung und Überprüfung von (Bildungs-) Maßnahmen. Der Grundprozess jeder Evaluation besteht aus dem Sammeln von Daten so wie deren Auswertung und Beurteilung. Eine Evaluation von Bildungsmaßnahmen kann die unterschiedlichsten Felder dieser Maßnahme wie Planung, Prozess, Ergebnis und Transfer betreffen, oder aber die gesamte Maßnahme umspannen. Sie kann sowohl unter methodisch-didaktischen wie auch unter psychologischen, ökonomischen wie auch (firmen-)strategischen Gesichtspunkten vorgenommen werden und liefert dann, je nach Blickwinkel, unterschiedliche Aussagen.

Expertennetzwerke

Expertennetzwerke sind lose, meist wenig strukturierte und informelle Zusammenschlüsse und Kooperationsverbindungen von SpezialistInnen eines bestimmten Wissens- oder Wirtschaftsbereichs oder einer Branche. Der Zweck eines solchen Netzwerks liegt in der Regel im Erfahrungsaustausch oder der Entwicklung innovativer Denk- Arbeits- und/oder Produktionsansätze (vgl. Communities of Practice). Die Kontakte und der Austausch werden meist über Newsgroups und andere Communities aber auch über Fachveranstaltungen oder Verbände organisiert und realisiert.

Explizites Wissen

Der Begriff explizites Wissen bezeichnet eindeutig kodiertes und deshalb, mit der Hilfe von Sprache oder Schrift, dokumentierbares und kommunizierbares Wissen. Diese Form des Wissens ist an eine bestimmte Person gebunden und kann mit Hilfe von Informations- und Kommunikationstechniken übertragen, verarbeitet und gespeichert werden (vgl. implizites Wissen).

Extranet

Das Extranet ist eine auf Internet-Technologien basierte Informationsplattform, die in der Regel für die Unternehmenskommunikation verwendet wird. Im Gegensatz zum Intranet sind die Kommunikatoren im Extranet die Unternehmen und ihre KundenInnen und PartnerInnen. Die häufigste Ausprägung eines Extranets stellt ein geschützter Kundenbereich auf einer Unternehmenswebsite dar. Dieser kann, je nach Unternehmensstrategie oder Funktion des Extranet, noch ein komplexes Gruppen- und Rollenrechtesystem aufweisen, das bestimmten Benutzergruppen Zugriff auf unterschiedliche Inhalte ermöglicht. Auch die virtuelle Verbindung mehrerer Standorte einer Organisation, gegebenenfalls über Ländergrenzen hinweg, kann eine Aufgabe des Extranets sein.