glossar

Fachbegriffe rund um Technologie- und Wissenstransfer kurz erklärt.
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Balanced Scorecard (BSC)

Die Balanced Scorecard ist ein Unternehmenssteuerungs- und Führungskonzept. Sie beinhaltet eine Methode zur Erarbeitung und unternehmensweiten Kommunikation von Vision, Mission und daraus abgeleiteten Strategien des Unternehmens. Sie soll allen Beteiligten mit Hilfe geeigneter Kennzahlen konkret vermitteln, wie die Unternehmensziele mit der Mission und der Vision des Unternehmens zusammenhängen und wie sie praktisch umzusetzen sind. Die Kennzahlen werden dabei so dargestellt, dass sie allen MitarbeiterInnen verständlich sind. Die Balanced Scorecard ist also ein Managementsystem zur strategischen Führung eines Unternehmens mit Kennzahlen. Führung durch Kennzahlen setzt dabei voraus, dass jede Kennzahl mit IST- und SOLL-Werten, mit Maßnahmen zur Erreichung des SOLLs, mit Verantwortlichkeiten für die Maßnahmen und mit Regelungen zur Motivation der Verantwortlichen verbunden ist.

Bandbreite

Der Begriff Bandbreite steht umgangsprachlich für die Datenmenge, die über ein bestimmtes Medium in einer bestimmten Zeit übertragen werden kann. Die richtige Bezeichnung hierfür ist Datenübertragungsrate. Technisch bezeichnet die Bandbreite die Größe des Frequenzbereichs, der für die Datenübertragung zur Verfügung steht. Je größer die Bandbreite, desto mehr Informationen können pro Zeiteinheit übertragen werden.

Behaviorismus

Als eine der ältesten Lerntheorien ist der Behaviorismus in den 60er Jahren entstanden und basiert auf den Forschungsarbeiten von Iwan P. Pawlow gegen Ende des 19. Jh. und seinem inzwischen sprichwörtlich gewordenen Versuchsaufbau mit einem Hund und einer Glocke.
Beim Behaviorismus konzentriert man sich auf objektiv messbares Verhalten (engl. behavior) und der Untersuchung von Reiz-Reaktions-Beziehungen. Der Behaviorismus betrachtet die Lernenden als "black-box". Die Frage ist nicht, was im Kopf der Lernenden vorgeht, sondern es wird nur das Verhalten beobachtet. Hauptziel von Lehrenden ist es also nach dieser Theorie, durch den geschickten Einsatz von Reizen, Motivationsfaktoren etc. ein bestimmtes Verhalten bei Lernenden zu erzeugen.

Benchmarking

Der Begriff, der vom englischen Wort  benchmark = Bezugswert abstammt, kommt aus dem Unternehmensmanagement und beschreibt eine Methode, bei der Produkte, Dienstleistungen und Praktiken eines Unternehmens anhand definierter Kennzahlen gemessen und diese Messwerte mit denjenigen der stärksten Mitbewerber verglichen werden. Ziel des Benchmarking ist es, Möglichkeiten der Verbesserung und die dafür erforderlichen Bedingungen zu ermitteln und von anderen zu lernen. Ein Beispiel für die Übertragung von Benchmarking auf den Bildungsbereich ist die europäische CVTS Studie.

Benutzeroberfläche

Der Begriff grafische Benutzeroberfläche steht für ein Programm, das einem/r ComputerbenutzerIn die Interaktion mit der Maschine über grafische Elemente wie Menüs oder metapherhafte Elemente wie z.B. einem Papierkorb, unter Verwendung eines Zeigegerätes, z.B. einer Maus erlaubt. Standardisierte graphische Benutzeroberflächen wie z.B. in den Microsoft Office Produkten erleichtern auch ungeübten Usern die Bedienung von Computern.

Berufliche Weiterbildung

Unter beruflicher Weiterbildung werden alle Qualifizierungsaktivitäten verstanden, die nach Abschluss der Erstausbildung gesetzt werden und dem Erlernen von Fähigkeiten und Fertigkeiten gewidmet sind und die in direktem Zusammenhang mit dem ausgeübten oder angestrebten Beruf stehen (vgl. betriebliche Weiterbildung).

Best Practice

Unter Best Practice versteht man Prozesse, Praktiken und Methoden, die sich als "beste" Vorgehensweisen in bestimmten Fällen erwiesen und etabliert haben. Ziel von Best Practices ist es beispielsweise, erfolgreiche Praktiken und Methoden, die einmal entwickelt und angewandt wurden, anderen AnwenderInnen zugänglich zu machen, um damit "das Wiedererfinden des Rades" zu vermeiden (vgl. auch Good Practice).

Betriebliche Weiterbildung

Die betriebliche Weiterbildung umfasst alle Weiterbildungsmaßnahmen für Beschäftigte mit Ausnahme der Maßnahmen für die Ausbildung von Lehrlingen und Trainees, die einen speziellen Ausbildungsvertrag abgeschlossen haben. Betriebliche Weiterbildungsaktivitäten sind in der Regel im Voraus geplant, werden zumindest teilweise von den Unternehmen direkt durch Übernahmen der externen Weiterbildungskosten oder indirekt durch zur Verfügungstellung von Arbeitzeit zur Weiterbildung, finanziert. Von betrieblicher Weiterbildung profitieren sowohl Unternehmen wie auch MitarbeiterInnen. Betriebliche Weiterbildung ist ein wichtiges Instrument der Personalentwicklung.

Betriebliches Vorschlagswesen

Unter dem betrieblichen Vorschlagswesen ist die systematische Förderung, Behandlung und Belohnung von MitarbeiterInnenvorschlägen zu verstehen, die für das Unternehmen einen Gewinn oder eine Kostenersparnis darstellen. Typisch dafür sind Vorschläge zur Optimierung von Betriebsabläufen, Produkten und Vertrieb.

Beziehungskapital

Beziehungen zu Kunden, Lieferanten, Eigentümern und Mitarbeitern sowie Kooperationen und Netzwerke mit Forschungseinrichtungen, öffentlichen Organisationen etc.

Bildungsbedarf

Der Bildungsbedarf ist die Differenz zwischen dem qualifikatorischen Soll- und Ist-Stand im Unternehmen. D.h. er bildet den Unterschied zwischen den Qualifikationsanforderungen und dem Ist-Stand der vorhandenen Qualifikationen ab.

Bildungsbedarfsanalyse

Eine Bildungsbedarfanalyse ist die systematische Erfassung des Bildungsbedarfs im Unternehmen. Sie macht Stärken und Schwächen der Bildungsarbeit sichtbar und bildet die Basis für die Planung von Qualifizierungsaktivitäten und das Bildungscontrolling. Eine Bildungsbedarfsanalyse kann auf verschiedene Weise durchgeführt werden, z.B. durch Workshops, durch Beobachtung am Arbeitsplatz oder durch Befragung der Beschäftigten selbst oder ihrer Vorgesetzten mittels Fragebogen, wobei eine Kombination aus den unterschiedlichen Instrumenten die besten Ergebnisse verspricht.

Bildungscontrolling

Bildungscontrolling ist als Baustein eines umfassenderen Prozesses zu verstehen: Es ist Bestandteil eines betrieblichen Qualifizierungsmanagements und umfasst die Steuerung und Bewertung betrieblicher Weiterbildungsprozesse in Abstimmung mit den strategischen Zielen des Unternehmens. Bildungscontrolling bildet somit einen integralen Bestandteil ganzheitlicher Unternehmensführung.

Black Board

Die Bezeichnung für ein schwarzes Brett im Intranet bzw. Internet, auf dem Meldungen und Anfragen veröffentlicht werden können. Black Board ist u.A. auch der Name für ein großes österreichisches Netzwerk für Schule und Bildung und für einen amerikanischen eLearning Anbieter.

Blended Learning

Im wörtlichen Sinn "gemischtes Lernen". Es bezeichnet die planvolle Verbindung von verschiedenartigen Methoden zur Inhaltsvermittlung. Am häufigsten wird Blended Learning im Kontext mit der Kombination aus eLearning mit Präsenzelementen (im deutschsprachigen Raum auch als hybrides Lernen bezeichnet) verwendet, was allerdings mit Einschränkung der Bedeutung des Begriffes einher geht. Der Begriff fand ausgehend von den USA weite Verbreitung, nachdem deutlich wurde, dass viele eLearning-Angebote völlig ohne persönlichen Kontakt zwischen LernerInnen und TrainerInnen ineffizient bleiben. Blended Learning wird durch die Vereinigung der Vorteile der unterschiedlichen angewendeten Lernformen als die vielversprechendste Methode zur Integration von lebenslangem Lernen in alle Lebensphasen angesehen.

Blog

Kurzform von Weblog.

Blogger

Eine Person, die Weblogs verfasst und veröffentlicht.

Blogging

Weblogs verfassen und veröffentlichen.

Bookmark (dt. Lesezeichen)

Beim Internet-Begriff Bookmark handelt es sich um ein elektronisches Lesezeichen in Form eines Link zu einer URL oder Website. Bookmarks werden gesetzt, wenn man häufig auf die selben Internet-Seiten zugreifen möchte ohne dabei eine URL einzugeben. Zur Ablage dieser Bookmarks wird im Browser ein eigener Ordner (z.B. beim Internet Explorerer der Ordner "Favoriten") verwendet. Das Setzen, Hinzufügen, Verwalten, Löschen und Aufrufen erfolgt über spezielle Funktionen des entsprechenden Browsers.

Books-On-Demand (BOD)

Das heißt auf Deutsch so viel wie "Bücher auf Abruf". Der/die AutorIn eines Buches oder einer anderen Publikation gibt sein/ihr druckfertiges Werk in elektronischer Form an einen Book-On-Demand-Verleger der einen digitalen Master-Satz erstellt, diesen speichert und bei Bedarf aktualisiert. Das Werk ist dann in einem Katalog, meist per Internet oder im Buchhandel auffindbar. Wenn die Bestellung eingegangen ist, wird das Buch auf Abruf (on demand) gedruckt, gebunden, und an den/die BestellerIn versendet.

Bottom Up

Der Begriff Bottom Up meint im Bereich Unternehmensführung die Macht der MitarbeiterInnen Veränderungsprozesse von der Basis her und abgeleitet aus den MitarbeiterInneninteressen, umzusetzen (vgl. Top Down).

Brainstorming

Brainstorming ist eine Kreativitätstechnik, speziell für Kleingruppen, aber auch für Einzelpersonen, mit der neue Ideen gefunden werden können. Die Grundidee dabei ist es, alles was einem zu einem bestimmten Thema einfällt unbewertet festzuhalten und durch die sich dadurch ergebende Assoziationen neue Ideen zu generieren. Diese Methode kann auf einfache Weise im Training und in der täglichen Arbeit eingesetzt werden.

Browser

Programme, die den Abruf von Websites ermöglichen und neben HTML-Seiten noch verschiedene andere Dokumente anzeigen können. Die beliebtesten Browser sind der Netscape Navigator und der Microsoft Internet Explorer. Browser sind in der Lage verschiedenen Medien abzuspielen. Mit dem Trend hin zum verstärkten Multimedia Einsatz wurden Browser zu einer zentralen Schnittstellen auf einem PC.

Browsing

Der Ausdruck "Browsing" bedeutete ursprünglich nur das Bedienen von Navigationselementen (vor, zurück, nächste Seite...) zum Lesen von Texten. Durch die Entwicklung von Hypermedia-Systemen hat sich seine Bedeutung allerdings weiter entwickelt. Heute wird der Begriff Browsing häufig im Zusammenhang mit Suchdiensten im Internet oder dem Aufrufen von Seiten im WWW verwendet: Der User ist entweder auf der Suche nach einer bestimmten Information oder er lässt sich ohne Plan im System treiben (vgl. dazu auch Surfen).